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Rezension – Kopfhörer: AKG K-271 MK II

Veröffentlicht von hoeckele Kategorie: Allgemein, Blog, Hardware, Recording

Nachdem meine alten Sennheiser-Kopfhörer während unseres Umzuges den Geist aufgegeben hatten, war es an der Zeit, mir einen neuen Kopfhörer zu kaufen.

Da mein Einsatzgebiet ja relativ beschränkt ist (Musik hören, Monitoring bei Aufnahmen, Abmischen von Aufnahmen) hatte ich von Anfang an einen geschlossenen Kopfhörer im Auge. Da ich ja ein Fan von Sennheiser und Beyerdynamic bin sollte meine erste Wahl auf einen solchen fallen, aber der liebe Ryk hatte mich dann auf AKG gebracht.

Kurzerhand informierte ich mich über einen entsprechenden AKG-Kopfhörer und landete beim AKG K-271 MK II*. Nachdem ich ihn nun seit etwa 2 Wochen im Einsatz habe, möchte ich nun meine Erfahrungen teilen.

AKG Verpackung

Die AKG kommen in einem nicht unbedingt schönen Kasten, der neben den Kopfhörern noch zwei Kabel (3m Kabel / 5m Spiralkabel), ein zweites Paar Ohrpolster (Velour und Kunstleder) sowie einem schraubbaren 3,5/6,3mm-Klinken Adapter.

AKG K-271 MK II mit 5m Spiralkabel

Die Kabel können am linken Kopfhörer via Mini-XLR sicher haltend angeschlossen werden und bieten nahezu jedem Home- / Studio-Setting genügend Platz zum Anschließen. Das Spiralkabel empfand ich persönlich als recht „hart“, bei etwas weiterer Entfernung bringt es einen unvorteilhaften Zug auf dem linken Kopfhörer, vor allem wenn sich der Anschluss rechts neben einem befindet. Insgesamt reicht da das 3m-Kabel weiter.

 

 

 

3m Kabel

Der schraubbare Adaper, der ebenfalls wie die 3,5mm-Anschlüsse der beiden Kabel vergoldet ist, macht einen schweren, stabilen Eindruck. Man muss allerdings sanften Druck ausüben, damit man den Adapter aufschrauben kann, bietet aber genügend Windungen, dass er sicher auf den Anschlüssen hält. Angeschlossen bietet der Adapter immer noch genügend Platz um ihn sicher zu greifen und wieder aus der Buchse hinauszuziehen, man komm also nicht in Verlegenheit am Kabel ziehen zu müssen. Trotz der Verschraubung können aber weiterhin handelsübliche Steckadapter verwendet werden, also auch im Falle des Vergessens kann ohne Weiteres ein anderer Adapter benutzt werden.

 

AKG - Ohrpolster aus KunstlederDie Ohrpolster aus Kunstleder tragen sich recht angenehm, auch in längeren Aufnahmesituationen, führen aber gerade da teilweise zu einem recht schwitzigen Gefühl. Die Verlourpolster hingegen bieten ein wirklich himmlisches Tragegefühl, selbst während einer 3 stündigen Aufnahme waren meine Ohren zwar warm, aber der Bereich um die Polster trocken. Es sind auch innerhalb der 2 Wochen keine Verschmutzungen aufgetreten, was ich von anderen Kopfhörern mit Verlourpolstern durchaus schon erlebt hatte.

Die Verarbeitung der Kopfhörer ist recht massiv und kompakt, mit etwa 240g ist er leichter, als ich vermutet hatte. Bisher hat er mich unter keiner Bedingung behindert oder belastet (abgesehen von dem Zug mit dem Spiralkabel, aber das ist meiner Aufnahmesituation geschuldet und damit geschenkt, da sie bei kürzeren Distanzen ohne Tadel sitzen.).

AKG - Kopfhörer mit VelourohrpolsternDas Kopfband ist ebenfalls sehr bequem, bedingt durch meine Haarlosigkeit ist der Bereich auch kürzerer Zeit nassgeschwitzt, auch wenn das nicht unangenehm auffällt. Ebenso wie bei den Ohrpolstern ist auch beim Kopfband keine Materialveränderung innerhalb der 2 Wochen merk- oder sichtbar. Die einseitige Kabelführung am linken Kopfhörer ist annehmbar und der Mini-XLR-Stecker für die Kabel hält sicher und ist einfach zu bedienen.

Als sehr großes Plus empfiehlt sich die Stummschaltung der Kopfhörer beim Absetzen. Im Kopfband ist ein Sensor, der auf Zug reagiert, wenn also der Kopfhörer abgesetzt wird, damit das Kopfband keinen Zug mehr hat, schalten die Kopfhörer instantan auf stumm und kein Laut dringt mehr nach außen. Gerade beim Aufnehmen kann also auch Absetzen der Kopfhörer nichts übersprechen, die Aufnahme bleibt sozusagen sauber.

Meine vorherigen Sennheiser waren – auch durch den Fakt bedingt, dass es sich um Consumer-Kopfhörer handelte – im Bassbereich etwas überzeichnet und leicht quäkend in den Höhen, alles in allem jedoch annehmbar.

AKG - Ohrmuscheln

Die AKG hingegen sind – gerade auch für einen geschlossenen Kopfhörer – sehr neutral im Klang, fast schon steril. Liebhaber bassbetonter Musik könnten hier vom Klang enttäuscht sein, da die AKG schlecht abgemischte Songs sofort bloßstellt und die Schwächen des Stücks klarstellt. Das dem Kopfhörer anzulasten wäre allerdings falsch. Man kann im Gegenteil seine Musik völlig neu entdecken und manchmal auch kleinste Facetten entdecken, die mit einem „bassigeren“ Kopfhörer niemals zum Ohr getragen worden wären. Allerdings besteht wie gesagt die Gefahr, dass die Lieblingsmusik völlig fade und höhepunktlos erscheint, da sie anders in Erinnerung waren.

Die AKG bieten eine großartige Außenabschirmung, beim ersten Aufsetzen war ich verblüfft, weil sie Außensituation nahezu komplett ausblendeten. Bei einem laufenden Stück in moderater Lautstärke nimmt man die Umwelt nicht mehr wahr, meine Frau hat mich nicht nur einmal erschreckt, als sie plötzlich im Zimmer stand, ohne, dass ich mitbekommen hatte.

Auch beim Monitoring bieten die AKG eine fantastische Abschirmung, selbst bei recht lauten Peaks dringt nichts in das Mikrofon.

Will man als Schwäche das für meinen Geschmack etwas zu harte Spiralkabel sehen, so bieten die AKG K-271 MK II tatsächlich einen, auch der sehr neutrale Klang mag nicht überall Freunde finden.

Wer aber einen Monitoring-Kopfhörer deluxe für sein Studio sucht, sollte bei diesen Kopfhörern nicht lange überlegen und zugreifen. Ich möchte ihn nahezu uneingeschränkt empfehlen.

*Bei dem Link handelt es sich um einen Amazon-Affiliate-Link. Dieser hat keine Auswirkungen auf den Endpreis für euch, unterstützt uns aber mit einem kleinen Prozentsatz von Amazon.


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